Meike Objektiv 35mm, F 1.7, wie schlägt sich dieses günstige Objektiv?

Seit einiger Zeit besitze ich das Meike Objektiv 35mm F 1.7 für APS-C Sensoren, das zur Zeit für ca. 89,00 Euro angeboten wird. Da ist es natürlich klar, erst einmal herauszubekommen, wofür es sich besonders eignet. Das komplett aus Metall hochwertig verarbeitete Objektiv ist voll manuell, Blenden- und Fokussierring haben keine Rastpunkte und lassen sich mit einem für mich angenehmen Widerstand bedienen. Ab ca. 30 cm lassen sich Objekte scharf fokussieren, bei Blende 1,7 liefert das Objektiv ein sehr schönes weiches Bokeh. 35 mm umgerechnet auf Vollformat ergeben für die A6000, A6300 und A6500 eine Brennweite von genau 52,5 mm (Cropfaktor x 1,5), das Objektiv eignet somit gut für Portraits ohne Verzerrung der Proportionen.

JPEG aus RAW, ISO 100, F 2.0, 1/250
entwickelt mit Lightroom
ISO 100, 1/2500, F 1,7 unbearbeitet (aus RAW)
bearbeitet

Diese RAW-Bilder habe ich zum Vergleich jeweils unbearbeitet und mit einer leichten Bearbeitung aus Lightroom exportiert.

Entstanden sind sie am Strand in Torfbrücke, nicht nur die Rostocker werden diesen Strandabschnitt gut kennen. Ich wollte dort fotografieren, insbesondere wollte ich Aufnahmen für ein Zeitraffervideo erstellen.

Das Scharfstellen mit Fokuspeaking funktioniert beim fotografieren gut, da das Objektiv aber keine Bildstabilisierung hat, sollte man eine relativ kurze Belichtungszeit wählen. Für mich beginnt das ab ca. 1/60, wer keine so ruhige Hand hat wird aber ab 1/100 aufwärts gute Ergebnisse erzielen. Bei guten Lichverhältnissen hat man sowieso keine Probleme.

Mein Fazit (vorläufig):

Für das Fotografieren auch bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Objektiv gut geeignet, die Bildschärfe ist in Ordnung und es lassen sich sehr schöne Freistellungen von Objekten und Personen erzielen. Für die Landschaftsfotografie sind weitwinkligere Objektive natürlich besser geeignet, da bietet Meike ein 12mm Objektiv für rund 200,00 Euro an.

Dieses Objektiv hat sehr gute Kritiken, schaut es euch auf Amazon an. (Dieser Link ist ein Affiliate-Link, wenn ihr über ihn etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision, euer Preis ändert sich nicht. Das ist eine kleine Unterstützung für meine Arbeit, für die ich mich bedanke.)

Zurück zum 35mm Objektiv:

für den Videodreh bedarf es einiger Übung, wenn man die Möglichkeiten voll ausreizen möchte. Es hat keinen internen Bildstabilisator, mit der sich Verwacklungen ausgleichen lassen. Es lassen sich aber Techniken erlernen, mit denen man trotzdem sehr ruhige Kamerafahrten hinbekommt, sehr hilfreich ist da auch ein Einbeinstativ und natürlich ein ganz normales Stativ mit drei Beinen. Der Fokusring läuft mit einem für mich angenehmen Widerstand sehr weich, es lassen sich schöne Schärfezieher erreichen. Da der Weg von Anschlag zu Anschlag aber sehr lang ist, muss man auch da erstmal üben.

Für Tutorials und die meisten anderen Videos werde ich weiterhin das Kitobjektiv 1650 benutzen, da mir da der Autokus wichtig ist. Für besonderes Footage bietet mir das Meike-Objektiv sehr schöne Gestaltungsmöglichkeiten, die mit dem Kitobjektiv nicht machbar sind, also ist es eine sehr interessante Bereicherung. Für Landschaftsfotografie ziehe ich in den allermeisten Fällen ein Weitwinkelobjektiv vor, da werde ich mich auf jeden Fall um das 12-mm Objektiv kümmern. Wenn ihr bereits Erfahrungen damit habt, teilt es mir im Kommentarfeld mit, ich würde mich sehr darüber freuen. Natürlich könnt ihr das auch auf meinem YouTube-Kanal tun.  Dort habe ich bereits ein Video zum Meike 35mm veröffentlicht.

Eine neue Herausforderung – filmen auf einer Hochzeitsmesse

Noch während eines Krankenhausaufenthaltes im Januar erhielt ich die Anfrage, ob ich auf der Hochzeitsmesse in Rostock für Galina Krüger ein Video der Modenschau drehen und produzieren könnte. Natürlich habe ich zugesagt und eine Woche nach meiner Entlassung war es dann so weit. Ich habe mir vorher tausend Gedanken gemacht, was ich alles mitnehmen müsste, Licht, für Photos einen Blitz, Stative und was noch alles. Dann habe ich mir überlegt, dass ich wohl keine Zeit und auch keinen Platz dafür haben würde. Ich wäre denke ich auf wenig Verständnis für einen aufwändigen Setaufbau gestoßen, also nahm ich nur meine Kameratasche mit zwei Objektiven, Ersatzakkus und diversem Zubehör mit. Dazu ein Einbeinstativ mit einem Videoneiger als Kopf. Das ist übrigens bei der Schilderung meiner Ausrüstung beschrieben.

Wie es sich zeigte, war das genau die richtige Wahl. Ich habe niemanden besonders verärgert indem ich ihr oder ihm die Sicht nahm (von kleinen Unmutsäußerungen abgesehen, die sich schnell klären ließen) und konnte flexibel auf die verschiedenen Situationen eingehen. „Eine neue Herausforderung – filmen auf einer Hochzeitsmesse“ weiterlesen